Muskatnuß
Gleichvorneweg: Aufgrund der großen Schwankungen und Nebenwirkungen wird von einer Anwendung von Muskatnuß abgeraten!
Namen:
lateinisch: myristica fragrans
Heimat:
Die Heimat des Muskat(nuß)baumes sind die tropischen und teils subtropischen Gebiete der Inseln im Indischen Ozean.
Wirkstoffe:
Myristicin, Elemicin, Safrol
Historisches:
Seit dem 15. Jahrhundert ist die Muskatnuß ein bedeutendes Gewürz. Früher war es teils das wichtigste Gewürz.
Wirkung:
Viele vergleichen den Rausch mit der Wirkung von Marihuana
Am Anfang (ca. 1 - 2 Stunden nach der Einnahme) steht eine Aufgeregtheit, es kann zum Verlust der Kontrolle über Sprache und Motorik kommen. Es wird oft von Hautrötungen berichtet, diese stellen keine Allergie dar und legen sich bald wieder. Dannach kommt die Phase des Dösens, aber ein sehr intensives und munteres Dösen. Schlafen ist in diesem Zustand nicht möglich, eher ein Halbschlaf. Euphorische Erlebnisse sind nicht selten. Dies hält bis ca. 12 Stunden nach der Einnahme an. Die Wirkungen schwanken hier sehr stark, je nach Person oder Konzentration der Inhaltsstoffe. Von der Zuverlässigkeit her ist Muskatnuß eines der schlechtesten Rauschmittel.
Es kann durchaus zu "Horrortrips" und Auslösung von Psychosen kommen!
Anwendung:
Die übliche Dosis liegt bei 10 Gramm gemahlene Muskatnuß. Einsteigern sei wohl erstmal eine Dosis von 5 Gramm empfohlen. Bei Steigerung der Dosis sollte man darauf achten, daß es starke Konzentrationsschwankungen in den Nüssen gibt.
Schädlichkeit/Nebenwirkungen:
Übelkeit ist noch die leichteste Nebenwirkung. Herzschmerzen tretten auch häufig auf. Der wirkstoff Safrol gilt als krebserregend und leberschädigend.
Bezug:
Gibts im normalen Lebensmittelhandel.
Legalität:
100 %
Quellenangaben:
Psychoaktive Pflanzen von Bert Marco Schuldes